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Stress

Stress während der Schwangerschaft: welche Auswirkung auf das Baby?

Stress … manche nennen ihn die Seuche des 21. Jahrhunderts… er ist allgegenwärtig: Fast jeder fühlt sich gestresst oder besorgt und wünscht sich mehr innere Ruhe. Gar nicht so einfach in unseren heutigen Leben voller “Verpflichtungen” aller Art, täglichen Katastrophenmeldungen aus den Medien und dem Kontrollverhalten unserer heutigen Kultur.

Schwangere werden davon nicht verschont. Ich würde sogar sagen, sie stehen an erster Front dieses Übels unserer Gesellschaft. So stellen sich Viele die Frage, welche Auswirkung Stress auf unsere Kinder hat.

Dr. Davis und sein Team haben in einer aktuellen Studie versucht, auf diese Frage eine Antwort zu finden. Die Studie wurde an fast 3000 Müttern durchgeführt. Untersucht wurde  die Auswirkung von Stress während der Schwangerschaft auf die Entwicklung des Fötus, des Kindes bis hin zum Jugendlichen. Es scheint, dass Stress auf mindestens zwei Arten auf das Baby übertragen wird. Erstens durch eine verminderte Blutzufuhr durch die Gebärmutterarterie, die Hauptnahrungsquelle des Babys. Zweitens durch die Übertragung des Stresshormons Cortisol durch die Plazenta. Ihr Fazit lautet: Je höher das Stressniveau der Schwangeren ist, desto langsamer verläuft die motorische Entwicklung des Babys. Eine geschwächte motorische Entwicklung steht in direkter Verbindung mit einer schwachen geistigen und körperlichen Entwicklung.

Eine andere Studie des Professors Glover hat den Intelligenzquotient bei mehr als 100 Babys gemessen, deren Mamas während der Schwangerschaft besonders gestresst waren. Sie fanden heraus, dass er 10 Punkte unter dem Durchschnitt lag, dass die Babys ängstlicher und weniger aufmerksam waren.

“In unserem Labor haben wir den Babys zwei Jahre lang eine Reihe von Herausforderungen gestellt,” erzählt Dr. Davis. “Diese Kinder haben durchweg stärkere ängstliche Verhaltensweisen als der Durchschnitt”. Es macht sich direkt nach der Geburt bemerkbar und zieht sich bis ins Jugendalter. So scheint es also, dass der Stress der Mutter das Gehirn des Fötus mit Angst und Besorgnis belastet.

Andere Auswirkungen von Stress auf Mutter und Baby

Es ist allgemein bekannt, dass Stress das Immunsystem schwächt, was die gestresste Mama noch anfälliger für Krankheitserreger macht, als sie es ohnehin schon durch die Schwangerschaft ist. Diese Erreger können die Entwicklung des Fötus beeinflussen. Des Weiteren ist Stress übrigens einer der Hauptfaktoren von Schmerzen und Komplikationen während der Geburt, was wiederum erhebliche Auswirkungen auf das Baby hat.

Die geistige Gesundheit der Mutter ist von größter Wichtigkeit

Dr. Elysia Davis sagt : “wir kümmern uns viel weniger um die geistige Gesundheit der Mütter also um ihre körperliche Gesundheit, wie z.B. die Ernährung.” Es ist wichtig, den Geist genauso wie den Körper zu pflegen, beide sind von größter Wichtigkeit für die Mama und ihre Kinder.

Es sieht so aus, als gäbe es kein Entkommen für die Mamas … sie vererben ihren Kindern, zumindest teilweise, ihren körperlichen UND geistigen Zustand.

Mamas aufgepasst: Alles war ihr für euch tut, um euch mehr zu achten und zu respektieren, tut ihr auch für eure Kinder. Ihr entscheidet, wie ihr eure Schwangerschaft und Geburt lebt und seid gewissermaßen die Hoffnung der Menschheit …

Wie kann man sich von Stress befreien?

Nimm dir ein paar Minuten Zeit, um dir deiner eigenen Stressauslöser bewusst zu werden.

Hier ein paar Anregungen:

  • Sorgen ums Geld
  • Sorgen um den Beruf
  • Sorgen um die Gesundheit
  • Erwartungen an sich selbst, an die Kinder oder den Partner
  • Angst in Bezug auf die Entwicklung des Babys und der Geburt

Laut einer Studie sind Beziehungsprobleme mit dem Partner der größte Auslöser von Stress bei Schwangeren. Daher ist die Schwangerschaft der ideale Moment, Spannungen in deinen Beziehungen ausfindig zu machen und dich von ihnen zu befreien.

Wenn du deine eigenen Stressauslöser gefunden hast, teile sie mit deinem Partner, deiner Hebamme, Doula oder besten Freundin. Eine Person, mit der du dich sicher fühlst und der du vertraust. Da Stress uns allgemein von der Gegenwart abtrennt, hat diese einfache Bewusstseins-Übung bemerkenswerte Effekte.

Tipps für mehr Gelassenheit

  • Ruhe dich aus und sprich mit deinem Baby. Leg dich kurz hin, wenn du es brauchst
  • Ernähre dich gesund und vermeide Aufputschmittel wie Kaffee, Tee, Kakao und Gluten
  • Gehe an die frische Luft und in die Sonne
  • Mache einige Entspannungsübungen, wie z.B. Yoga
  • Übe tiefe Atmung, Meditation und Visualisierung
  • Informiere dich und bereite deinen Geburtsplan vor
  • Nimm regelmäßig ein entspannedes Bad
  • Schütze dich vor negativen Informationen, vor allem zum Thema Geburt
  • Finde andere Schwangere zum Austausch
  • Vermeide so gut wie möglich Personen, die in dir Stress auslösen oder arbeite mit ihnen daran

Das Schlusswort

Es ist möglich, dass dieser Artikel, der dich ermutigen soll, Stress loszulassen, das Gegenteil bewirkt. Du könntest dich verpflichtet fühlen, stressfrei zu werden. Deshalb schlage ich dir vor, alle gerade gelesenen Risiken beiseite zu legen, um deine Aufmerksamkeit auf die CHANCE zu lenken, die du deinem Baby gibst, indem du dich jeden Tag etwas mehr vom Stress befreist.

Wie hat dieser Artikel auf dich gewirkt? Hat er dich ent- oder gestresst? Sag’s uns in einem Kommentar. Jedes Feedback hilft uns, dich besser in deiner Schwangerschaft und Geburt unterstützen zu können.

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