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Selbsthypnose

Selbsthypnose für eine schmerzfreie Geburt?

Einfluss unserer Kultur

Muss eine Geburt unbedingt schmerzhaft sein?

Dies ist auf jeden Fall das, was unserer Kultur uns vermittelt. Schon in der Bibel stand: “Ich will dir viel Schmerzen schaffen, wenn du schwanger wirst; du sollst mit Schmerzen Kinder gebären”. Die Medien zeigen uns Bilder und Geschichten, von leidenden Frauen, welche liegend unter Schmerzen gebären. Der Wortschatz der Geburt ist mit negativen Bildern markiert, man spricht von Wehen, Komplikationen, Pressen, etc. Dies war aber nicht immer so und noch heutzutage gibt es Frauen, die leicht und schmerzfrei entbinden. Wie kann das sein?

Angst verursacht Schmerz

Zu Anfang des 20. Jahrhunderts wollte der amerikanische Gynäkologe Dick-Read verstehen, warum manche Frauen bei der Geburt an Schmerzen leiden, während andere mit Ruhe und Leichtigkeit gebären. Nach Jahren der Forschung und Beobachtung von gebärenden Frauen aus allen sozialen Schichten und Kulturen, entwickelte er seine Theorie Angst / Spannung / Schmerz. Sie besagt, wenn keine Angst vorhanden ist, gibt es auch keinen Schmerz. Ihm zufolge, verursacht Angst Spannungen im Körper, vor allem im Bereich der Gebärmutter, welche den natürlichen Prozess der Geburt hemmen, verlängern und Schmerzen mit sich bringen.

Einfluss der Angst auf Hormone

Der Schmerz wird normalerweise durch die Ausschüttung von Endorphinen gehemmt. Diese natürlichen Schmerzmittel des Körpers werden während der Geburt produziert und fördern die Beruhigung der Mutter. Durch ein Kurzschließen des Neokortex (rationales Gehirn) ermöglichen die Endorphine der Frau, sich mit ihrem primitiven Gehirn zu verbinden, das instinktiv gebären kann.

Das Problem ist, dass Angst und Stress zur Produktion von Adrenalin führen, was den Blutfluss aus der Gebärmutter in die Körperglieder lenkt, welche zur Flucht und zum Kampf dienen und so die Sauerstoffversorgung und Effizienz des Uterus sinkt. Dadurch wird auch die Ausschüttung von Oxytocin gehemmt, welches für den guten Ablauf der Geburt verantwortlich ist und das Resultat ist Schmerzempfindung.

Die Angst wäre also Auslöser eines Teufelskreises, der zum Schmerz führt. Die Beobachtung der vielen mit der Geburt verbundenen Ängste von Schwangeren gibt uns zu verstehen, warum schmerzvolle Geburten eine Normalität in unserer Kultur geworden sind … schwer, diese Gefühle, welche oft sehr tief in uns verankert sind, loszulassen.

Um die Geburtsschmerzen zu reduzieren, haben die Frauen die Wahl, entweder die Schmerzen zu umgehen (durch PDA, Kaiserschnitt, Medikamente, keine Kinder haben …) oder sich von ihrer Quelle, der Angst, zu befreien.

Sich von Angst befreien

Für die Geburt scheint es also sehr wichtig zu sein, sich mit seinem primitiven Gehirn zu verbinden, das seit Beginn der Zeit weiß, wie sich sanft und leicht gebären lässt. Es würde also ausreichen, unserem Körper und dem natürlichen Prozess der Geburt erneut zu vertrauen …. aber wie?

Es ist wichtig, sich vor und während der Schwangerschaft vor negativen Bildern und Geburtsberichten zu schützen, um das Vertrauen wachsen zu lassen.

Vielleicht ist man selbst auch auf schmerzhafte Weise auf die Welt gekommen (wie unsere Eltern erzählten) oder die Geburt eines unserer Kinder ist nicht gut verlaufen. Wie kann man sich davon befreien, um die bevorstehende Geburt mit neuen Augen zu betrachten?

Vorstellungskraft und Visualisierung

Angst kann also den Körper stören und den natürlichen Ablauf der Geburt unterbrechen. Die gute Nachricht ist, dass das Gegenteil auch stimmt: positives Denken und Entspannung helfen dem Körper und verstärken seine natürliche Fähigkeit zu gebären. Viele Studien, unter anderem auch die von Dr. Bruce Lipton, belegen den Einfluss des Geistes auf zelluläre Veränderung in den Geweben. Während der Hypnose erhält das Gehirn Sinnbilder, die so real erscheinen, dass es sie als echte Erfahrung im Unterbewusstsein speichert. Leistungssport-Trainer integrieren diese Techniken in ihre Programme, um das gewünschte Ziel zu erreichen.

Selbsthypnose mit positiven Suggestionen

Selbsthypnose ist ein kraftvolles Hilfsmittel. Man lernt dabei, durch Entspannung und Atmung seine Ängste in Vertrauen zu verwandeln. Die positiven Suggestionen werden integriert und ersetzen nach und nach den negativen Wortschatz: “Wehen” werden zu “Wellen“, “Schmerz” wird genauer definiert, ist es z.B. ein “Druck”, ein “Ziehen” oder ein anderes Gefühl? Wenn du ein neues Geburtsvokabular und positive Geburtsaffirmationen in deinem täglichen Leben verwendest, erhöhst du deine Chancen auf eine angstfreie Geburt. Jedes Wort hat eine tiefe Bedeutung und ist eng mit Bildern und Empfindungen in uns verbunden.

Kann Hypnose die PDA ersetzen?

Dies sagen auf jeden Fall diejenigen, welche die Gelegenheit hatten, Hypnose während der Geburt zu praktizieren. Diese junge und noch wenig bekannte Methode hat sich bewährt und ihren Eintritt in die Kreißsäle gefunden. Immer mehr Ärzte und Hebammen interessieren sich dafür. In einigen Entbindungskliniken wurde die Hypnose bereits im Programm mit integriert.

Wirksame Vorbereitung

Selbsthypnose-Techniken sind erlernbar … aber nicht an einem Tag. Beginne so früh wie möglich in deiner Schwangerschaft mit den Übungen. Entscheide, wieviel Zeit du täglich für die Geburtsvorbereitung, für dich und dein Baby einplanen möchtest. Besser sind 10 Minuten pro Tag als einmal wöchentlich eine Stunde. Das Wichtigste ist, regelmäßig zu üben. Übrigens scheint der beste Hypnotherapeut der zukünftige Vater zu sein. Warum also nicht diese Techniken zusammen lernen und zur gleichen Zeit die Beziehung vertiefen?

Habt ihr Geburtserfahrungen mit Hypnose gemacht? Oder kennt ihr jemanden, der dies experimentiert hat? Eure Kommentare interessieren uns sehr!

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